Gold-Blog
Optimismus bei den Goldproduzenten Südafrikas
Geschrieben von: Harald G. Samstag, den 05. September 2015 um 00:00 Uhr
Der nachhaltig hohe Goldkurs sorgt für Zuversicht bei den südafrikanischen Goldproduktionsunternehmen. Die drei großen Fördergesellschaften Anglogold Ashanti, Gold Fields und Harmony vermeldeten bei der Vorlage ihrer Quartalszahlen sowohl den Ausbau bestehender Minen als auch die Prospektion neuer Lagerstätten. Im Juni 2010 hatte der Goldpreis mit 1.265 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht, und die Prognosen vieler Analysten sind für die Zukunft günstig. Man rechnet mit einem weiteren Kursanstieg. Anglo Gold Ashanti kündigte an, die Goldproduktion in den nächsten fünf Jahren um etwa eine Million Unzen steigern zu wollen. Dieses Volumen bedeutet einen Zuwachs von ca. 20 Prozent. Im Inland wird für einige Gruben eine Vertiefung angestrebt, bei anderen sollen wirksamere Abbaumethoden eingesetzt werden. Der überwiegende Anteil des Produktionsausbaus ist jedoch außerhalb Südafrikas geplant.Südafrika war etwa 100 Jahre lang der größte Goldproduzent der Welt, ehe sich 2007 China an die Spitze setzen konnte. Schon jetzt fördern die Südafrikaner mehr als die Hälfte ihrer Goldmengen außerhalb des Landes. Da die südafrikanischen Minenbetreiber im Besitz großer Reserven sind, ist in näherer Zukunft mit einer höheren Bewertung der Unternehmen zu rechnen. Die Entdeckung neuer Goldvorkommen wird immer seltener, dieser wichtige Einflussfaktor wird auch weiterhin den Anstieg des Goldpreises begünstigen. Derzeit werden pro Jahr Vorkommen mit einem Volumen von etwa 100 Millionen Unzen entdeckt, dies ist nur noch ein Drittel der Menge, die vor 20 Jahren neu entdeckt wurde. Zudem liegen die aufgespürten Lagerstätten häufig in politisch unsicheren Ländern, sodass sich das Risiko erhöht.
Anglogold Ashanti, das größte Goldunternehmen Südafrikas, steigerte seine Produktion im zweiten Quartal 2010 um 16 Prozent auf 1,1 Millionen Unzen. Es verfügt über 20 Projekte auf vier Kontinenten. Die Firma ist dabei, Techniken zu entwickeln, die es erlauben, in Tiefen von mehr als 5.000 Metern einen sicheren Abbau zu gewährleisten. Anglogold Ashantis Mponeng-Mine erreicht gegenwärtig eine Tiefe von etwa 4.000 Metern. Zudem erkundet man neue Vorkommen in Kanada, Südamerika, China, Australien und im Kongo.
Gold Field, Südafrikas Nummer zwei, erhöhte seine Produktionsmenge um 13 Prozent auf 900.000 Unzen. Gold Fields South-Deep-Mine, die über die größten bekannten Reserven verfügt, soll 2010 den vollen Produktionsumfang von 750 000 Unzen jährlich erreichen. Die anderen drei südafrikanischen Minen Beatrix, Driefontein und Kloof sollen erweitert werden. Im australischen Hamlet konnte eine neue Lagerstätte mit 1 Million Unzen entdeckt werden. Andere Explorationsunternehmungen betreibt Gold Field in Peru, Mali, Kirgisien, Philippinen und Finnland.
Harmony Gold setzt auf ein Joint Venture mit Newcrest Mining in Wafi-Golpu (Papua-Neuguinea), wo Reserven von 16 Millionen Unzen auf den Abbau warten. Im nahe gelegenen Hidden Valley fördert Harmony wiederum zusammen mit Newcrest seit Mai 2010 Gold. Der überwiegende Anteil der Fördermengen stammt aus zwölf Minen in Südafrika. Harmonys Produktionskosten belaufen sich auf mehr als 800 US-Dollar je Unze. Das ist der höchste Wert der drei größten südafrikanischen Goldproduzenten, daher erzielt Harmony den niedrigsten Nettogewinn.
USA: Fort Knox einnehmen, FED abschaffen, Parallelwährung einführen
Geschrieben von: Josef B. Donnerstag, den 02. September 2010 um 00:00 Uhr
Der US-amerikanische Politiker Ron Paul, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus, zweifelt an der Existenz der Goldreserven in Fort Knox. Es ist schon bemerkenswert. Die USA verfügt über gigantische Mengen an Gold, das in Fort Knox gelagert wird, einem Stützpunkt der US-Army in Kentucky, der vor allem als Aufbewahrungsort der amerikanischen Goldreserven bekannt ist. Allerdings weiß niemand, wieviel Gold dort eigentlich liegt. Angeblich sollen es mehr als 8.000 Tonnen sein. Und es kommt noch besser. Keine Instanz hat die Möglichkeit, den Bestand zu überprüfen, denn eine gesetzliche Regelung dafür gibt es nicht. Die letzte Inventur wurde vor über 50 Jahren durchgeführt. In den Nachkriegsjahren war der Grundgedanke, die US-Währung mit Gold abzudecken. So war bis 1973 jeder US-Dollar durch den Wert des hinterlegten Goldes „versichert“ und damit die Währung selbst absolut vertrauenswürdig. Dieser Goldstandard wurde 1973 aufgehoben.
Ron Paul will nun ein Gesetz einbringen, das die Überprüfung des Goldbestandes der USA möglich macht. Er steht schon seit vielen Jahren mit der amerikanischen Notenbank FED (Federal Reserve), die das US-Gold verwaltet, auf Kriegsfuß. Er will sie abschaffen und die Aufgabe dem Kongress unterstellen, da mit dem Gold zuviel Macht verbunden ist. Zudem wirft er der FED vor, den Goldmarkt zu manipulieren und die Währung der USA samt ihrer Wirtschaft zu ruinieren. Der 75-jährige US-Abgeordnete hält es sogar für möglich, dass kein Gold mehr im Safe liegt. Den Beleg dafür, dass mit den Goldreserven etwas „faul“ ist, sieht Paul schon allein in der Tatsache, dass die FED sich seit Jahren hartnäckig weigert, eine Prüfung der Bestände zuzulassen. Außerdem hält er die Einführung einer Parallelwährung zum US-Dollar für sinnvoll, die sich in Gold- und Silbermünzen manifestiert. Diese sollten nach gesetzlichen Vorgaben frei zu prägen sein. Der Bürger sollte selbst wählen können, ob er sich der Banknoten oder der Gold- und Silberwährung bedient.
China öffnet seinen Goldmarkt
Geschrieben von: Harald G. Freitag, den 27. August 2010 um 00:00 Uhr
In der ersten Augustwoche gab es eine interessante Meldung aus China, die dem Goldpreis einen positiven Impuls verlieh: Das Reich der Mitte will seinen Goldmarkt liberalisieren. Wenn dieses Vorhaben umgesetzt wird, besitzen in Zukunft etwa 1,3 Milliarden Chinesen die Möglichkeit, am Goldmarkt teilzuhaben. Sie werden also Gold kaufen und Gold verkaufen können. Bisher war der Markt strikt reglementiert, sodass die Nachfrage das Angebot bei Weitem übertraf. Wenn sich der chinesische Goldmarkt öffnet, wird künftig der Weltmarkt diesen gesteigerten Bedarf befriedigen.Diese Entwicklung stärkte sofort den Goldkurs und sorgte dafür, dass am 4. August die psychologisch wichtige Marke von 1.200 US-Dollar je Feinunze übertroffen wurde. Durch die zunehmende Öffnung des chinesischen Goldmarktes erhalten weitere Inlandsbanken die Lizenz, mit Gold zu handeln und Edelmetall zu importieren und zu exportieren. Zudem ermunterte die chinesische Zentralbank People’s Bank of China die Banken, chinesischen Goldminenunternehmen bei Auslandsexpansionen mit Krediten unter die Arme zu greifen. Und sie ließ verlautbaren, in Zukunft mehr Goldderivate auf Yuan-Basis anzubieten.
China ist der größte Goldproduzent der Welt und nach Indien das Land mit der zweithöchsten Goldnachfrage. Auch im ostasiatischen Riesenreich hat man Angst vor Inflation und einem Kursverfall des US-Dollars. Immer mehr chinesische Privatanleger wollen Gold kaufen, eine weitere Verknappung des gelben Metalls wird die Folge sein. In Hongkong führt die Goldknappheit dazu, dass kräftige Aufschläge auf den Londoner Kurs bezahlt werden müssen. Wie überall in Ostasien ist das kostbare Edelmetall in China besonders begehrt.
Wenn also in China die Nachfrage steigt, wird das in Zukunft auch langfristig seine Wirkung auf den Goldpreis nicht verfehlen. Nach Angaben des World Gold Council (WGC) betrugen die Nachfrage der Schmuckindustrie und die Investment-Nachfrage zusammengenommen 423 Tonnen jährlich, die nur teilweise von der heimischen Produktion gedeckt werden konnten. Das WGC geht davon aus, dass sich in China innerhalb von zehn Jahren die Goldnachfrage verdoppeln wird. Vermutlich wird die Ankündigung Chinas auch das wirtschaftliche Klima für Fusionen und Übernahmen im Goldminenbereich begünstigen.
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